Diese Woche fand ein Workshop mit anschließender Diskussion der Bundestagsfraktion der Grünen zum Thema Social Media statt. lumi (19), eine Aktive aus der Teckids-Gemeinschaft, war dabei.
Anm. d. Red.: Dieser Bericht wurde von lumi persönlich verfasst und spiegelt ihre persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen wieder.
Am 15. April waren Jugendliche zu einem Workshop und zu einer Diskussion über Social-Media-Verbote eingeladen. Ich habe mich bei dem Workshop beteiligt, da ich dort neben meinen eigenen Werten auch die der Teckids-Gemeinschaft repräsentieren wollte. Beim Workshop waren neben den Veranstaltenden circa 25 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren dabei.
Zum Einstieg sollten wir alle aufschreiben, was uns an unserem eigenen Verhalten mit Social Media stört und was uns an Social Media generell stört. Anschließend wurden wir in Altersgruppen aufgeteilt und sollten im ersten Schritt eine Collage dessen erstellen, wie die ideale Social Media-Welt für uns aussehen würde, wenn keine der negativen Dinge mehr existieren würden. In diesen Gruppen haben wir dann konkrete Vorschläge und Forderungen an die Betreibender*innen, Politik, die Schule und Eltern formuliert.

Als Abschluss des Workshops haben wir in der Gruppe aller Jugendlichen noch kurz darüber diskutiert.
Nach der Mittagspause kamen circa 50 weitere, „ältere” Personen aus der Politik und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Diese konnten sich in einer Art Gallery Walk unsere Plakate ansehen, und schon dabei habe ich meine Punkte in Konversationen mit ein paar Leuten einbringen können.
Punkte, die ich eingebracht oder unterstützt habe, waren zum Beispiel:
- Die Betreiber der Plattformen müssen in die Verantwortung gezogen werden.
- Es müssen Regeln für bessere Moderation und gegen Algorithmen, die polarisieren sollen, gelten und streng durchgesetzt werden.
- Plattformen, die der Kommunikation dienen, müssen von kommerziellen Interessen einzelner Unternehmen getrennt werden.
- Dezentrale Plattformen weisen diese Probleme meist nicht auf, daher sollten sie in der Gesellschaft verbreitet werden.
Danach gab es eine Fishbowl-Diskussion, bei der auf dem Podium vier Politiker*innen der Grünen, sowie jeweils ein*e Vertreter*in vom Bundeselternrat, vom evangelischen Erziehungsverband und vom psychologischen Dienst in Solingen saßen. Dabei stand noch ein Stuhl, wo wir als Jugendliche uns setzen und Fragen, Standpunkte etc. einbringen konnten. Ich habe mich viermal dort eingebracht und meine Punkte wurden, meiner Einschätzung nach, gut aufgenommen.
Ich freue mich, dass sich alle meine Punkte auch im Fazit der Verantelter*innen wiederfanden.