Wir waren zum Glück in Osnabrück

Löten, Häkeln und Programmieren - Das und viel mehr haben wir bei den Campdays in Osnabrück gemacht.

Bei den Campdays handelt es sich um ein regelmäßiges Barcamp, an dem vor allem Aktive - aber auch Neue - aus der Teckids-Gemeinschaft teilnehmen, um sich gemeinsam mit Themen, die sie interessieren, zu beschäftigen.

Dieses Mal fanden die Campdays zum ersten Mal in Osnabrück statt, um Menschen von dort kennenzulernen. Nachdem wir zum ersten Mal auch "neue" Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Teilnahme am ganzen Wochenende eingeladen hatten, nahmen auch zwei 9- und 10-Jährige aus Osnabrück und ein Jugendlicher aus Hamburg teil. Vielleicht entsteht so langsam eine kleine Regionalgruppe!

Die Sessions und Freizeitaktivitäten fanden zum einen Teil im Chaostreff Osnabrück und zum anderen in einem Seminarraum der Universität Osnabrück statt. Übernachtet haben wir in kleineren Gruppen in Appartements.

Barcamp-Sessions

Was wir zusammen machen, entscheidet sich bei den Campdays spontan nach Lust und Interesse der Anwesenden. So wurden auch dieses Mal sehr unterschiedliche Sessions vorgeschlagen - von Häkeln lernen, über Code schreiben bis hin zu Löten war vieles dabei. Ein paar Beispiele:

Luanti-Mods programmieren

Kinder, 
Jugendliche und Erwachsene sitzen um einen Tisch an ihren Laptops. Auf einem größeren 
Bildschirm ist ein geöffnetes Luanti-Spiel sowie ein Fenster mit Code zu sehen.
Dominik George

Luanti ist ein freies Voxel-Spiel. In dieser Session konnte man lernen, seine eigenen Mods in Form von Blöcken zu entwickeln. Anschließend fand spontan auch noch eine weitere Session zu dem Thema statt mit dem Ziel, komplexere Mods zu entwickeln, die über das Designen von eigenen Blöcken hinausgehen.

Diese erweiterte Session hatten sich unsere Gäste aus Osnabrück gewünscht und sich so direkt mit eigenen Wünschen und Vorschlägen eingebracht.

Steam Deck ausprobieren

Zwei Köpfe 
schauen auf ein Steam Deck.
Dominik George

Das Steam Deck ist eine Spielekonsole und läuft standardmäßig mit einer auf Arch Linux basierenden Linux-Distribution. In dieser Session haben wir mit dem Steam Deck herumexperimentiert und versucht, andere Linux-Distributionen darauf zu installieren sowie Spiele von anderen Plattformen darauf zu emulieren.

Einer der Initiatoren der Session wollte vor allem Spiele für die Nintendo Switch spielen. Das geht auf dem Steam Deck grundsätzlich, aber die Firma Nintendo tut natürlich einiges dagegen, dass Leute Emulatoren benutzen, statt ihre eigenen Spielekonsolen zu kaufen.

Häkeln lernen

Verschiedene Menschen 
sitzen auf Sofas und Stühlen um zwei runde Tische und häkeln dabei.
Dominik George

In dieser Session konnte man die Grundlagen des Häkelns lernen - beginnend mit dem Halten der Häkelnadel. Eine Idee für eine zukünftige Session bzw. ein Thema ist es, kompliziertere Dinge wie beispielsweise ästhetische Häkelmuster um USB-Ladegeräte zu häkeln.

Ada, die Initiatorin der Session, wollte Handarbeit vor allem als Pause von rein elektronischen Dingen bei den Campdays und unseren Camps einbringen. Für die Chemnitzer Linux-Tage entsteht aber auch ein Workshop, bei dem wir Häkeln und Löten verbinden werden…

Mindustry-Server

Kinder, Jugendliche und 
Erwachsene sitzen um einen Tisch neben ihren Laptops und schauen auf einen großen 
Bildschirm.
Dominik George

Bei Mindustry handelt es sich um ein freies Strategiespiel. Viele aus der Teckids-Gemeinschaft spielen das Spiel sehr viel, auch in großen Gruppen im Freizeitteil der Campdays.

In der Session ging es darum, für Mindustry einen eigenen Server aufzusetzen, was uns auch gelungen ist. Mithilfe eines Servers kann man das Spiel im Multi-Player-Modus - auch von unterschiedlichen Orten aus - miteinander spielen.

Osnabrück mit Street Complete erkunden

Bei dieser Session haben wir Osnabrück erkundet und zugleich mit der App StreetComplete die freie Karte OpenStreetMap verbessert. Die App fragt einen beispielsweise, ob die Öffnungszeiten eines Geschäfts noch aktuell sind oder welchen Namen ein bestimmter Ort trägt. Die eingetragenen Informationen fließen als Verbesserung in OpenStreetMap ein.

Leider war die Session sehr kurz, da es genau zu dieser Zeit draußen stürmisch wurde.

Esoterische Programmiersprachen

Bei diesem eher unbekannten Thema handelt es sich um Programmiersprachen, die nicht für eine ernsthafte Verwendung konzipiert sind und meist eine sehr außergewöhnliche Syntax haben. Dennoch sind diese Sprachen interessant, um ein paar Grundkonzepte der Programmierung zu lernen. Wir haben erstmal ein Programm in Brainfuck geschrieben, welches "Hello World" ausgibt, aber dennoch 268 Zeichen an Code lang ist.

Dabei konnte man einiges darüber erfahren, wie Computer und Programmiersprachen funktionieren, da Brainfuck nur sehr einfache Datenstrukturen enthält und nur 7 Operatoren hat.

Freizeit

Kinder und Jugendliche stehen 
um einen Tisch bereiten Gemüse vor
Dominik George

An den Abenden sind wir verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgegangen. Diese bestanden zum Teil aus dem Spielen von Brettspielen oder auch Computerspielen. Ein Teil der Gruppe blieb am Samstagabend noch etwas länger im Chaostreff, um sich dort mit den Leuten zu unterhalten.

Übernachtet haben wir in Appartements in einem Apaprtementhaus, jeweils in kleinen Gruppen zwischen 3 und 5 Personen. Dort hat die AG Veranstaltungsrahmen auch das Abendessen vorbereitet, was etwas abenteuerlich, aber auch gemütlich war. Es gab Wraps, die wir in einem der Apaprtements auf dem Sofa und dem Boden gegessen haben, damit alle zusammen sein konnten.

Die Campdays in Osnabrück waren - wie sonst auch - eine spannende und abwechslungsreiche Erfahrung. Wer Interesse hat, kann gerne auch bei den nächsten Campdays von 24. bis zum 26. April 2026 in Bonn vorbeischauen.